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Alternative Kraftstoffe

Als alternative Kraftstoffe werden Kraftstoffe bezeichnet, die herkömmliche (fossile) - aus Mineralöl hergestellte - Kraftstoffe ersetzen können. Langfristig wird Energie aus nachwachsenden Rohstoffen günstiger sein. Die Zukunft sehen Experten klar im Bereich Bio. Bioenergie ist ein Zukunftsmarkt, wobei bereits in den letzten Jahren enorme Zuwächse verzeichnet werden konnten. Die drei großen US-Autohersteller Ford, General Motors und Chrysler wollen verstärkt auf Biokraftstoffe setzen. Bis 2010 sollen jährlich zwei Millionen Pkw und Laster vom Band rollen, die mit Biodiesel oder Bioethanol fahren können.

Biodiesel

Ist ein Kraftstoff, der aus pflanzlichen Stoffen hergestellt wird. Da seine Verbrennung nur jene Menge CO2 freisetzt, die vorher die verarbeiteten Pflanzen aufgenommen haben (Fotosynthese). wird er als CO2-neutral angesehen.

Zur Herstellung werden besonders ölhältige Pflanzen verwendet (wie z.B. Raps). Das daraus gewonnene Pflanzenöl wird mittels Veresterung zu einem Kraftstoff umgewandelt.

Biodiesel hat ähnliche Eigenschaften wie fossiler Dieselkraftstoff, hat aber als Lösungsmittel einige Nachteile, die besonders in modernen Dieselmotoren zu Beschädigungen des Einspritzsystems führen können.

Im Rahmen eines Abkommen mit allen Autoherstellern und basierend auf einer EU-Verordnung wurde vereinbart, dass eine definierte Zumischung von Biodiesel technisch ermöglicht wird. So enthält Dieselkraftstoff bereits seit Ende 2005 einen 2%igen Biodieselanteil, der bis spätestens 31.12.2010 auf 5,75% gesteigert wird.

Bioethanol (Superethanol)

Dieses wird aus stärkehaltigen Pflanzen wie z.B. Mais, Zuckerrüben, Weizen, Zuckerrohr aber auch aus Forstabfällen durch alkoholische Gärung gewonnen. Da es sich dabei um nachwachsende Rohstoffe handelt, wird es als CO2-neutraler Treibstoff angesehen.

Benzin enthält bereits jetzt eine Beimischung von Bioethanol. Dieser zugemischte Anteil soll bis spätestens 31.12.2010 auf 5,75% erhöht werden.
Zum Einsatz kommt Bioethanol hauptsächlich als E85. Dieses besteht bis zu 85% aus Bioethanol (der Rest ist fossiles Benzin) und senkt damit den Ausstoß von „fossilen“ C02 um bis zu 80%.

Der Kraftstoff hat ähnliche Eigenschaften wie das herkömmliche Benzin, als Alkohol reagiert er jedoch mit Kunststoffen und kann daher nicht ohne technische Vorkehrungen in höheren Anteilen in Benzinmotoren zum Einsatz kommen.

Es gibt bereits einige Hersteller, die unter Bezeichnungen wie "BioPower" oder "Flexifuel" E85-taugliche Motorisierungen anbieten, die aber auch mit herkömmlichen Benzin betrieben werden.
Diese Motoren haben im E85-Betrieb eine höhere Leistung, jedoch auch einen höheren Verbrauch.

„Superethanol“ ab Oktober 2007 in Österreich verfügbar
Der aus stärkehaltigen Pflanzen wie z.B. Mais, Zuckerrüben, Weizen, Zuckerrohr aber auch aus Forstabfällen durch alkoholische Gärung gewonnene umweltfreundliche Treibstoff wird in Österreich ab Oktober auf öffentlichen Tankstellen angeboten. Der Treibstoff wird zumindest im Oktober bei 5 Tankstellen verfügbar sein, wobei ein rascher Ausbau des Netzes geplant ist. Als zusätzlicher Anreiz ist „Superethanol“ von der Mineralölsteuer befreit, wobei leider noch keine genauen Informationen über die Preisgestaltung vorliegen.

CNG (Compressed Natural Gas) – Erdgas

Es gehört zu den fossilen Energieträgern, d.h. es ist aus organischen Substanzen (abgestorbenen Kleinorganismen) unter Druck und Luftabschluss entstanden, besteht zum überwiegenden Teil (bis zu 99%) aus Methan (CH4) und ist leichter als Luft.


Da der Kraftstoff aufgrund seiner Reinheit zu einer sauberen Verbrennung führt, kommt es zu geringeren Emissionen als bei herkömmlichen Treibstoffen (ca. 25% weniger CO2 als bei einem Benzinmotor, ca. 15% weniger als bei inem Diesel).

CNG-Motoren basieren auf Ottomotoren (Benzinmotoren), Einspritzsystem und insbesondere Speichertanks müssen an die andere Form des Kraftstoffs angepasst werden.

Am Markt sind derzeit ausschließlich Fahrzeugmodelle, die sowohl mit Erdgas und Benzin (zwei Tanks, für den sog. bivalenten Betrieb) betrieben werden können.

LPG – Flüssiggas,Autogas

LPG (Liquefied Petroleum Gas) fällt im Wesentlichen bei der Erdölförderung und Rohöldestillation an und ist damit auch als fossiler Kraftstoff zu sehen. Seine Hauptbestandteile sind Propan und Butan, LPG ist schwerer als Luft und verflüchtigt sich daher nur langsam.


Bei der Verbrennung kommt es zu sehr geringen CO2-Emissionen und ähnlich wie beim CNG können Ottomotoren (Benzinmotoren) auch für den Betrieb mit Flüssiggas mittels Adaption und Erweiterung (z.B. Flüssiggastanks) umgerüstet werden.

Aufgrund der Tatsache, dass LPG schwerer als Luft ist, ist die Einfahrt von mit Flüssiggas betriebenen Fahrzeugen in Tiefgaragen verboten (bei einem Leck würde sich ein Gassee bilden).

Wasserstoff – H2

Wasserstoff wird heute noch in großen Mengen aus fossilen Energieträgern wie Erdgas, Erdöl oder Kohle erzeugt. Nur ein kleiner Teil wird durch Elektrolyse aus Wasser hergestellt.

Wasserstoff ist gut brennbar, es entstehen daher nur geringste Mengen an Abgasen.
Die entsprechenden Verbrennungsmotoren baiseren auf Ottomotoren (Benzinmotoren). Die Speicherung kann allerdings nur mit größerem technischen Aufwand bewältigt werden.
Das Fahrzeugangebot mit Wasserstoffmotor ist derzeit auf ein Modell beschränkt. Dieses ist eher als Test zu sehen (Luxuslimousine mi 12-Zylindermotor).

Wasserstoff wird auch in der so genannten Brennstoffzelle zur direkten chemischen Erzeugung von elektrischer Energie herangezogen. Diese Stromerzeugung erfolgt dann abgasfrei. Die freigesetzte elektrische Energie kann zum Betrieb von Elektromotoren als Antrieb eines Fahrzeuges genutzt werden.

Derzeit befinden sich Brennstoffzellenfahrzeuge noch im Test- und Versuchstatus, sie gelten aber als die große Zukunftshoffnung – wobei aber auch noch praktikable, einfache und vor allem wirtschaftliche Lösungen für die Herstellung und Lagerung des Wasserstoffes gefunden werden müssen.

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